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"Mein 3-wöchiger Aufenthalt in Sierra Leone
diente den folgenden Zwecken:
- Zusammenarbeit mit unseren freiwilligen Helfern
von PYD vor Ort und Überprüfung
ihrer Tätigkeit
- Direkter Kontakt mit unseren Förderkindern und
Bewertung ihrer Lebenssituation
- Gespräche mit Eltern/Erziehungsberechtigten der
Kinder und mit den Lehrern
- Vorstellung und Übergabe von Sachspenden
- Vorstellung unseres Vereins KNSL bei den betroffenen
Gemeinden, Zusammentreffen mit
Bürgermeistern und lokalen Gruppen
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Zusammenarbeit
mit unseren Helfern von PYD
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Die Leistung unserer Freiwilligen Helfer von PYD vor
Ort war bislang ausgezeichnet. Ich
fand, dass sie ihre Aufgaben
für unseren Verein sorgfältig
und mit Einsatz und Pflichtbewusstsein
ausgeführt haben. In
Anerkennung dessen möchte ich dem Vorstand empfehlen, beiden Helfern Schreiben
auszustellen, mit denen sie offiziell zu freiwilligen Mitarbeitern von KNSL
bestellt werden.
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Die
Situation unserer Förderkinder
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Die schulischen Leistungen unserer Förderkinder
schätze ich auf Grund meiner
Gespräche mit den Eltern/Erziehungsberechtigten,
den Lehrern und unseren PYD
Helfern insgesamt als gut ein.
Um jedoch auch in Zukunft alle Kinder in geeigneter
Weise fördern zu können, ist
es meines Erachtens notwendig,
unseren Arbeitsansatz zu überprüfen:
die Schulausbildung der Kinder
kann nicht von ihrem allgemeinen
sozialen Umfeld isoliert betrachtet
werden. Die schwierigen sozialen
und wirtschaftlichen Bedingungen
hindern manche Kinder daran,
regelmäßig und pünktlich zur
Schule zu erscheinen.
Es gibt hier noch viel Verbesserungsbedarf, und
ich meine, dass wir in nächster
Zukunft unsere Förderaktivitäten
ausweiten sollten.
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Eindrücke
aus dem Dorf Gbondapi
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Ich verbrachte einige Tage in dem Ort Gbondapi und
nahm am Alltag der Dorfbewohner
teil - ohne Elektrizität, Kühlschränke,
sanitäre Einrichtungen etc.
Bei meinen Schulbesuchen fand ich, dass es
keine guten Wandtafeln und
nicht genügend Tische und Sitzbänke
gab. Es fehlte an Lernmaterialien
und an ausgebildeten Lehrern.
Trotz
unserer Unterstützung müssen die
meisten Kinder zu Hause immer noch regelmäßig mitarbeiten - als Straßenhändler
beim Verkauf kleiner Überschüsse, im Haushalt und manchmal auch bei der
Feldarbeit. Die meisten Familien haben kein Einkommen.
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Landwirtschaft
und Fischerei
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Zwei der wichtigsten Erwerbszweige in der Region sind
Fischfang und Ackerbau.
Diese Bereiche sind beide sehr arbeitsintensiv. Da es oft an
Werkzeugen und an Saatgut fehlt,
verlassen viele junge Männer
die Gegend und ziehen lieber in
die Städte. Diese Landflucht führt
zu einer weiteren Verarmung
der ländlichen Gebiete und zu
einem Arbeitskräftemangel.
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Hygienische Bedingungen
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Die hygienischen Bedingungen in den Dörfern sind
ausgesprochen schlecht: Kinder
verrichten ihr Geschäft direkt
auf den Fusswegen und Erwachsene
tun das gleiche hinter dem nächsten
Busch oder in den Bächen.
Dies ist unangenehm nicht nur
wegen der Geruchsbelästigung
und der unerfreulichen Anblicke,
sondern stellt ein ernstes Gesundheitsrisiko
für die Menschen dar, die dort
leben und arbeiten.
Obwohl die Dörfer in der Nähe von Bächen und Flüssen
liegen, ist es schwierig, an
sauberes Trinkwasser zu gelangen.
Tatsächlich entnehmen die Menschen
das Wasser aus denselben Wasserläufen,
die auch als Toiletten benutzt
werden.
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Schlussfolgerungen
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Vor dem Ausbruch des Bürgerkrieges im Jahr 1991
kannte ich die Gegend um Gbondapi,
in der unserer Förderkinder
leben, als den 'Brotkorb' der Provinz
Pujehun. Man baute dort in den
ausgedehnten und fruchtbaren
Überschwemmungsgebieten u.a.
Reis, Gemüse, Kaffee, Kakao,
Erdnüsse und Ingwer an. Das
Meer und die Flüsse waren eine
ergiebige Quelle für Fischereiprodukte
und ernährten Tausende von Familien.
Der Wochenmarkt von Gbondapi
galt damals als einer der grössten
Fisch- und Lebensmittelmärkte
in Sierra Leone.
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Dieser relative Wohlstand wurde durch den Bürgerkrieg
schwer beeinträchtigt, und es
besteht ein enormer Bedarf an
weiteren Hilfen, um unsere Bemühungen
zur Ausbildungsförderung zu
ergänzen und ihnen langfristigen
Erfolg zu sichern."
Edward Mando, 8. September 2004
Anm: das englische Original des Berichtes finden
Sie hier
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