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| Vorbemerkung |
| Auch Jahre nach dem Ende des Bürgerkrieges ist die
Situation vieler Menschen in Sierra Leone noch genauso schwierig wie
unmittelbar vor dem Ausbruch des Bürgerkriegs im Jahre 1991.
Armut, Arbeitslosigkeit, Analphabetismus, Unwissenheit
und Korruption bedrohen den Frieden und die Entwicklung im Lande. Besonders
junge Menschen leiden unter einem Mangel an Bildungs- und Jobangeboten sowie am
Fehlen funktionierender administrativer Strukturen
Wir konzentrieren unsere Arbeit auf den Distrikt
Pujehun im Süden von Sierra Leone, der ganz besonders unter den Folgen des
Bürgerkriegs von 1991 - 2002 zu leiden hatte. In diesem sehr ländlichen Gebiet
leben etwa 230.000 Menschen, die meisten davon in kleinen Dörfern mit weniger
als 200 Einwohnern
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Berichte über die Jahre 2003,
2004,
2005, 2006,
2007, 2008
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| Aktivitäten
im Jahre
2009 |
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Ein
Schwerpunkt der Vereinsaktivitäten bildete in
diesem Jahr unser Projekt zur Konsolidierung von Frieden und Stabilität im
Distrikt Pujehun durch die Einrichtung eines integrierten Gemeindezentrums ('Community Mediation & Learning Center'
- kurz CMLC) ->
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Neben der Aus- und Weiterbildung lokaler Experten
im Bereich ‚Conflict Management’ wurden Schlichtungsausschüsse auf
Dorf- und Gemeindeebene eingerichtet. Außerdem gab es Aktivitäten zur Gemeindeentwicklung wie etwa Workshops unter dem Titel ‚Community
Development Forums’, den Aufbau eines mobilen Bibliotheksdienstes des CLMC und
die Einrichtung eines Komitees für
Jugendentwicklung.
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Das Programm zur Schulförderung für unsere Grund-
und Sekundarschüler wurde fortgesetzt, und aufbauend auf den Erfahrungen
aus unserem Pilotprojekt 2007 und 2008 konnte
unsere Partnerorganisation PYD ein umfangreiches,
von der UN unterstütztes Programm zur
Agrar- und Beschäftigungsförderung
durchführen. ->
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Auf den folgenden Seiten finden Sie genauere
Informationen zu diesen Projekten.
Ausführlicheres
Bildmaterial z.B. über die Bibliothek
und über die Arbeit des Friedensprojektes
finden Sie auf den letztjährigen Projektseiten.
Wir bedanken uns an dieser Stelle recht herzlich bei
allen Mitgliedern
und Spendern, die unsere Arbeit im Interesse der Menschen in Sierra Leone
fördern
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| Schulförderung |
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Auch im Schuljahr 2008/9 hat unser Projekt 30
Kinder
gesponsert, davon 23 Mädchen. 18 der Kinder besuchten die Sekundarschule. Durch
den höheren Anteil an Sekundarschülern
sind die Unkosten für das Schulprogramm
gegenüber den vorangegangen Jahren
wie erwartet angestiegen.->
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Schülerinnen
an Holy Rosary Sekundarschule
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Da bewusst
Kinder aus sozial benachteiligten Familien ausgewählt wurden, gehörten sie nicht
immer zu den stärksten Schülern.
3 Kinder mussten das Projekt verlassen, weil
sie zum zweiten Mal die Versetzung nicht schafften; an ihrer Stelle wurden 3
neue Kinder aufgenommen.
Insgesamt sind die Leistungen der geförderten Kinder aber
deutlich besser geworden. Seit September 2009 besuchen 20 Kinder die
Sekundarschule. 6 Kinder besuchen Sekundarschulen außerhalb von Pujehun.
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Einige unserer Förderkinder zeigen gute schulische
Leistungen. Ms Fredell Tucker, die neu ins Programm gekommen ist, und zwei der
schon länger geförderten Kinder, Ms Jaminatu Kamara (Holy Rosary Sekundarschule
in Pujehun) und Alpha Koroma in Blama gehören zu den Besten ihrer Klasse. ->
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Auf
den folgenden Tonaufnahmen hören sie einige
Ausschnitte
aus einem Gespräch mit Schülerinnen aus unserem Förderprogramm.
An dem Gespräch nahmen auch die
Schulleiterin, Frau Josephine Sowa sowie
zwei weitere Lehrerinnen der Holy Rosary
School teil.
- Fredell
Tucker über ihren Schulalltag
- Fredell
& Veronica über Ihre familiäre
Situation
- Direktorin
Sowa über das Förderprogramm
- Lehrerin
Juliana Fortune über die Bibliotheke
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Schülerinnen
aus dem Förderprogramm
bzw aus dem Kandidatenkreis
v.l.n.r.:
Rugiatu
Bare, 14 Fredell Tucker,
14, Veronica, 15
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Schuldirektorin
Josephine Sowa begleitet Ihre
Schülerinnen zu dem Interview
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| Landwirtschaftsförderung |
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Aufbauend
auf unser Pilotprojekt 2007 und 2008 zur Agrarförderung, konnte PYD 2009 beim
Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen (UNDP) einen Antrag für ein groß
angelegtes Agrar- und Beschäftigungsprogramm – „Stimulating and Strengthening
Agricultural Production and Productivity in Pujehun District in the Context of
Poverty Eradication“ stellen. ->
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Dorfszene
in Sakrim.
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Das Projekt wurde bewilligt und erhielt
Fördermittel in Höhe von 157.000,- US-Dollar – bei einer Eigenleistung von PYD
in Höhe von 30.000,- USD. Das in enger Abstimmung mit dem Youth
Employment Secretariat (YES) der sierraleonischen Regierung durchgeführte Projekt
hatte zum Ziel, je 200 junge Frauen und Männer in die Lage zu versetzen, sich
als Landwirte selbständig zu machen.
Insgesamt waren das UNDP und die Teilnehmer ebenso
wie die Gemeinden mit dem Projektergebnis zufrieden. Zunächst hatte es sogar
nach einer Superreisernte ausgesehen, doch aufgrund unerwartet starker und lang
andauernder Regenfälle standen die Reisfelder über Wochen komplett unter Wasser
und es kam zu massiven Ernteausfällen beim Reis.
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Bauern
mit ihrer Reisernte.
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Dafür wurden jedoch im Maniok-
und Erdnussanbau gute Ernten erzielt. Als Lehre aus diesem Projekt sollte die
Diversifizierung propagiert werden.
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| Friedensprojekt |
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Die Fähigkeit, Konflikte friedlich und konstruktiv zu
bewältigen, ist in jeder Gesellschaft die Voraussetzung für Entwicklung und
Stabilität und auch dafür, dass die Ausbildung unserer Förderkinder Früchte
tragen kann.
KNSL engagiert sich gemeinsam mit unserer
Partnerorganisation PYD (Pujehun Youths
for Development) seit mehreren Jahren intensiv
in Aktivitäten zur Friedensförderung.
Auf unseren Projektseiten zu den vergangenen
Jahren finden Sie detaillierte Informationen
über unsere 'Historie' zu diesem Thema.
Das
deutsche Institut für Auslandsbeziehungen,
ifa zivik förderte auch 2009 in Ko-Finanzierung mit
KNSL das Projekt zur “Konsolidierung von Frieden und Stabilität im Distrikt
Pujehun durch die Einrichtung eines integrierten Gemeindezentrums für Konfliktlösung
und Bildung“. ->
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Unser Beauftragter für Internationale Kontakte.
Edward Mando, hielt sich 2009 etwa
7 Monate in Sierra Leone auf und war als Projektleiter und Friedensfachkraft
tätig. Hauptziel des Projekts war es auch 2009 wieder, den sozialen Zusammenhalt
und die Stabilität im Distrikt Pujehun zu fördern. Dazu wurde insbesondere mit
den fragilsten und schwächsten Gruppen der Gesellschaft gearbeitet, um auf
einen positiven sozialen Wandel hinzuwirken, die Existenzgrundlagen
wiederherzustellen und tatsächliche Verbesserungen im täglichen Leben der
Menschen zu erreichen.
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Die
Unkosten des Projektes wurden zu über
90% vom Deutschen
Institut für Auslandsbeziehungen (Ifa/Zivik)
und dem Auswärtigen Amt getragen, den
Rest trug unser Verein als Eigenanteil.
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Projektmitarbeiter
bei einer Besprechung
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Im
Rahmen diess Projektes wurden folgende Maßnahmen
durchgeführt:
1) Die Verwaltungsmitarbeiter der Chiefdoms und
Mitglieder der Bezirksausschüsse erhielten eine Schulung in Mediationsverfahren
und –philosophie, Menschenrechten und Rechtspflege, um ihre Fähigkeiten auf
diesen Gebieten zu stärken und damit die Rechtspflege im Distrikt zu verbessern
2) Auf Gemeindeebene wurden Beschwerdeausschüsse und
dörfliche Schlichtungsausschüsse eingerichtet
3) Auf Distriktebene wurde ein Komitee für Jugendentwicklung
eingerichtet, um die Mitwirkungsmöglichkeiten sozial marginalisierter junger
Erwachsener durch Selbsthilfeinitiativen zu verbessern ->
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4) Das Angebot der Bibliothek wurde durch die Schaffung eines
mobilen Leihdienstes auf abgelegene Schulen ausgedehnt.
5) Im Gemeinde-Mediations- und Lernzentrum (CMLC) wurde ein Forum
für die Gemeindeentwicklung eingerichtet, das allen gesellschaftlichen
Akteuren (junge Erwachsene, Frauen, Studenten, Ehemänner, Ehefrauen, Kinder,
Gemeindeführer und/oder Funktionsträger) einen geschützten Raum für Dialog und
Austausch über die Angelegenheiten der Gemeinde bietet.
6)
Es wurde eine Plattform für die Förderung der
Rechte und Interessen von Frauen geschaffen und Programme initiiert, um
traumatisierten Frauen Hoffnung und Unterstützung im Alltag zu geben
Zum Abschluss fand im Dezember wieder das Gemeinde-Friedens-
und Erntefest statt, bei dem alle Stakeholder im Distrikt (junge Leute, Frauen,
Paramount Chiefs, Distrikträte, Verwaltungsbeamte, Politiker,
Sicherheitskräfte, Intellektuelle, Lehrer, Schüler und Händler) 3 Tage lang Gelegenheit
hatten zu Begegnung, Austausch und gegenseitigem Lernen mit dem Ziel,
Strategien für sozioökonomische Entwicklung
und Wachstum zu erarbeiten
-> Abschlußbericht
zum Projekt (als pdf)
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Das
KNSL-PYD-Friedensprojekt wird auf der Homepage von ifa zivik auch 2009 als
Beispiel für gute Projektpraxis geführt. Außerdem dient es als Fallbeispiel für
das zivik-Manual: Projektmonitoring,
eine praxisnahe Darstellung der Entwicklung eines guten Projekts (siehe dazu http://www.ifa.de/pdf/zivik/movie_ad01.pdf)
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Ein
Schlichtungsuasschuß in
Bengani erreicht eine Einigung
zwischen den streitenden Parteien
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| Interesse
an unserer Friedensarbeit |
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Unsere Friedens-
und Versöhnungsarbeit findet in zunehmendem Maße auch Interesse bei Fachleuten
und anderen Organisationen. So haben wir 2009 eine Anfrage von James Laden aus den
USA erhalten, der vor dem Bürgerkrieg ein Jahr lang in unserem Distrikt
gearbeitet hat. Er war im Internet auf unserer Homepage in einem Bericht über
eine Konfliktmediation auf den Namen des Dorfes gestoßen, in dem er damals
tätig war, und über KNSL/PYD konnte er wieder Kontakt zu den Bewohnern des Dorfes
herstellen->
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Im
Büttner-Verlag in Berlin erscheint 2010 ein Methoden-Handbuch von Friedensforscherin
Dr. Auer-Frege mit dem Titel „Wege zur Gewaltfreiheit - Methoden der
internationalen zivilen Konfliktbearbeitung“, das auch ein Kapitel
„Kindernetzwerk Sierra Leone: Konfliktbearbeitung mit lokalen
Führungspersönlichkeiten und Gemeindemitgliedern“ umfasst. Das Buch soll für
29,90 € als Hard-Cover verkauft werden.
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Ein
Forschungsprojekt unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Fahrenhorst von der TU
Berlin,
das sich im Kontext des GTZ-Sektorvorhabens Migration und Entwicklung mit der Einbindung
von Diaspora-Organisationen in die Friedensförderung in den jeweiligen
Heimatländern befasst, hat die Friedensarbeit unseres Vereins ausführlich
behandelt (im Internet ist der Projektbericht zu finden unter dem folgenden
Link).
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Die entwicklungspolitische Fachzeitschrift E + Z brachte daraufhin in ihrer
Ausgabe 9/2009 einen Artikel, der sich mit der GTZ-Studie befasst und eine
Kurzdarstellung unseres Projekts enthält. Die gedruckte
Ausgabe zeigt ein Foto aus unserer Bibliothek.
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| Unterstützung
des Community Development |
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Das 2007 errichtete ‚Community Mediation and
Learning Centre’ (CMLC), das eine Bibliothek, ein Büro, zwei Schulungsräume,
eine Kantine und eine Unterkunft für auswärtige Besucher beherbergt, ist seit
2008 der Mittelpunkt nicht nur der Friedensarbeit, sondern ist auch zum „Meetingpoint“
der Gemeinde geworden. Es bietet viele zivilgesellschaftliche Betätigungsmöglichkeiten.
Im Jahr 2009 organisierten Frauen, Religionsführer, junge Leute, Schüler,
zivilgesellschaftliche und Menschenrechts-Aktivisten zahlreiche Workshops,
Schulungen, Aufführungen, Konzerte und Ausstellungen im CMLC. ->
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Die von KNSL/PYD im Rahmen des Friedensprojekts
eingerichteten Diskussionsforen im CMLC haben den sozialen Zusammenhalt
gefördert und besonders den schwächsten Mitgliedern der Gemeinschaft die
Möglichkeit gegeben, sich einzubringen und ihre Interessen zu vertreten. Die
Foren bieten Gelegenheit zur Analyse und Diskussion aller anliegenden Probleme
und haben ein Modell für die Kooperation zwischen Bevölkerung, kommunaler
Verwaltung, Chiefs und zivilgesellschaftlichen Gruppen geschaffen, das für
nachhaltig wirksam angesehen wird und über den Distrikt Pujehun hinaus als
Vorbild für ähnliche Aktivitäten in anderen Communities dienen kann.
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| Bibliothek |
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Die Bibliothek ist ein wichtiger Anlaufpunkt für
die Leute, um Informationen zu erhalten. Sie besitzt über 4000 Bücher, CDs und
Videos mit Schwerpunkten in den Bereichen Friedenserziehung, Konfliktlösung,
Menschenrechte, Bürgerrechte, Landbau, Gesundheitsfürsorge, Umwelt und
Technologie. Der Bestand umfasst außerdem den kompletten Satz Schulbücher über
den gesamten Unterrichtsstoff der Grund- und Sekundarschule sowie Spiele für
Kinder und Erwachsene. Zahlreiche Bücher und Materialien wurden von Spendern
und Institutionen in Deutschland im Rahmen der KNSL-Aktion ‚Bücher für Sierra
Leone’ in Berlin zur Verfügung gestellt.->
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Die
Bibliothek ist Teil des 2007
errichteten neuen KNSL &
PYD Mediation & Learning
Centers
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Die
Schulleiter in Pujehun erklären übereinstimmend, dass sich mit unserer
Bibliothek und dem Lesesaal die Wünsche von Schülern, Lehrern und Eltern
erfüllt haben und dass das Bibliotheksangebot den Bedürfnissen durchaus
entspricht. Die Bibliothek ermöglicht tausenden von Schulkindern vor Ort den
freien Zugang zu den benötigten Schulbüchern. Fast alle im Lehrplan
vorgeschriebenen Schulbücher sind vorrätig, so dass auch die ärmsten Kinder hier
die Chance haben zu lernen. Dadurch werden die Familien deutlich entlastet und
können mehr Geld für eine ausreichende Ernährung und Gesundheitsversorgung
ausgeben. Somit hat die Bibliothek zu einer Verbesserung der Lebensverhältnisse
geführt und gleichzeitig auch die Lernmöglichkeiten und damit die Lernerfolge
der Kinder verbessert. Bessere Prüfungsnoten sind der Beweis dafür, sagen die
Schulleiter.
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Aber auch
die Bevölkerung insgesamt profitiert über "Multiplikatoren“ wie Agrarberater,
Gesundheitspersonal, Alphabetisierungs-Kursleiter, Lehrer, Polizisten,
Ratsmitglieder und religiöse Führer von der Bibliothek. So informieren sich
z.B. Agrarberater über neue Anbaumethoden und geben ihr Wissen durch praktische
Unterweisung an die Bevölkerung weiter. Auf diese Weise verbessert sich auch
der Kenntnisstand der großenteils nicht lese- und schreibfähigen
Landbevölkerung ->
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Die
Bibliothek empfängt eine
Bücherspende von booksforafrica/USA T
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Allerdings
sind die vorhandene Räumlichkeiten
der Bibliothek mittlerweile schon nicht
mehr ausreichend, um den Anforderungen zu
genügen; die Bibliothek 'platzt aus
allen Nähten' und der Lesesaal leidet
oft an Überfüllung.
Aus
diesem Grund haben wir Im Februar 2010
einen Antrag an das BMZ
auf Förderung für den Neubau einer größeren Mehrzweck-Bibliothek vorbereitet,
der mittlerweilige auch bewilligt wurde.
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Kinder
und Jugendliche in der Bibliothek
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Bilder von der
Bibliothek
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| Jugendarbeit |
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2009
gelang uns der Durchbruch in diesem Bereich. Durch unsere konsequenten
Bemühungen konnten die angespannten Beziehungen zwischen den jungen Leuten und
den Entscheidungsträgern im Distrikt deutlich verbessert werden. Wir konnten
den District Council dazu bewegen, die von uns mitgestaltete Selbstorganisation
der jungen Leute zu unterstützen.
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Versammlung
mit Vorstellung von Kandidaten
für den District Youth
Council
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Wir registrierten
alle bestehenden oder neu geschaffenen Jugendvereinigungen im Distrikt und
unterstützten sie beim Aufbau guter partnerschaftlicher Beziehungen mit dem
District Council, den Chiefs und der Zivilgesellschaft. Damit erhielten die
jungen Leute besseren Zugang zu Informationen, die für ihre eigene Entwicklung
wichtig sind. Durch Führungstrainings, Beteiligung an freiwilligen Gemeindediensten
und landwirtschaftlichen Aktivitäten versuchten wir ihnen eine Basis für mehr
Mitwirkung an der Entwicklung und bei den Entscheidungsprozessen in ihrer
Community zu verschaffen
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| Bemühungen
um Gleichstellung von Männern und Frauen |
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Die
Aufklärung zu Gleichstellungsthemen (‚Gender Sensititation) zeigt in allen
bearbeiteten Chiefdoms Erfolge. Dabei wurden wirklich alle Mitglieder der
Gesellschaft angesprochen - Männer und Frauen, Jungen und Mädchen. Das
Bewusstsein für geschlechtsspezifische Gewalt und Diskriminierung ist deutlich
gestiegen. Insbesondere Frauen und Mädchen sind sich über die Problematik viel
klarer geworden. Durch unsere Diskussionssendungen im Radio, die Arbeit der 31 freiwilligen
Beraterinnen, die wir ausgebildet haben, ebenso wie die Arbeit anderer Organisationen
engagieren sich immer mehr Männer, Frauen, junge Leute, Jungen und Mädchen in
ihren ->
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Gemeinden bei den Anstrengungen, die Misshandlungen verhindern und Opfern
von Gewalt oder Missbrauch helfen wollen.
Unser Programm
unterstützt Frauen, die durch Gewalt traumatisiert oder Opfer häuslicher Gewalt
wurden, es gibt ihnen Anerkennung, Mut und Hilfe. Einige der Opfer haben sich
inzwischen zu erkennen gegeben und wollen den Missbrauch nicht länger still
erdulden. Dank der Unterstützung der ausgebildeten freiwilligen Beraterinnen
haben Gewaltopfer in den Gemeinden jetzt den Mut, offener über ihre Probleme zu
sprechen.
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| Kampagne
für Behinderte Menschen |
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Um eine
positive Einstellung gegenüber behinderten Menschen zu fördern und ihnen
bessere Möglichkeiten zur Entwicklung einer selbständigen Existenz zu eröffnen,
haben wir diese Thematik durch Medienkampagnen und gezielte Aktivitäten im
Projektgebiet einer breiten Öffentlichkeit ins Bewusstsein gerufen und so dazu
beigetragen, Vorurteile gegenüber Behinderten auszuräumen.
Die Kampagne zielte
darauf ab, mehr Verständnis für die Probleme Behinderter zu wecken und negative
Einstellungen, Stigmatisierung, fehlende Bildungs- und Beschäftigungschancen,
->
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Diskriminierung und Ausgrenzung von Körperbehinderten, insbesondere von
Menschen, denen im Bürgerkrieg Gliedmaßen „amputiert“ wurden, zu thematisieren.
In unseren
Diskussionsforen und Gesprächsrunden wurde insbesondere die Rolle von
kommunalen Führungspersönlichkeiten bei der öffentlichen Darstellung sozialer
Themen und bei der Formung von Meinungen und Verhaltensweisen beleuchtet. Im
Mittelpunkt dieser Aktivitäten stand die Förderung der Rechte Behinderter und
die Bewusstmachung der Schwierigkeiten, mit denen Behinderte in der
Gesellschaft zu kämpfen haben.
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| Kooperation
mit offiziellen Stellen und internationalen Organisationen
in Sierra Leone |
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Im Laufe des Jahres 2009 haben wir über die PYD das
Netzwerk und die Zusammenarbeit mit einer Reihe von UN-Einrichtungen und
Förderprogrammen sowie mit der deutschen Gesellschaft für technische
Zusammenarbeit (GTZ) in Sierra Leone weiter ausgebaut und damit die
Effektivität unserer Arbeit verbessert. Die PYD arbeitete mit dem
UN-Entwicklungsprogramm (UNDP) zusammen und führte ein Agrarentwicklungsprojekt
mit 400 jungen Leuten durch (siehe oben). Wir nutzten die Kooperation mit
der GTZ, um eine gewählte Vertretung der jungen Leute gegenüber der
Distriktregierung und den Chiefs zu organisieren und insgesamt am Aufbau einer
funktionierenden Zivilgesellschaft mitzuwirken. ->
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Um eine wirkungsvolle und
kohärente Aufklärungskampagne gegen die weibliche Beschneidung zu führen, haben
wir eine Zusammenarbeit mit dem UNIFEM-Büro in Freetown angeregt. (UNIFEM ist
der Entwicklungsfonds der UN speziell für Frauen
Auch mit dem World Food Programme (WFP), dem UN-Menschenrechtsbüro
in Bo und dem Sekretariat des Youth Employment Scheme bestehen inzwischen gute
Kontakte und ein regelmäßiger Informationsaustausch. Mit dem Büro des Youth
Employment & Conflict Advisor beim Strategischen Planungsstab der UNIPSIL
(United Nations Integrated Peacebuilding Mission in Sierra Leone) stehen wir in
Kontakt, um die Möglichkeiten einer Zusammenarbeit auszuloten.
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Pujehun Peace
and Harvest Festival 2009 |
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Zum Abschluss fand im Dezember wieder das Gemeinde-Friedens-
und Erntefest statt, bei dem alle Stakeholder im Distrikt (junge Leute, Frauen,
Paramount Chiefs, Distrikträte, Verwaltungsbeamte, Politiker,
Sicherheitskräfte, Intellektuelle, Lehrer, Schüler und Händler) 3 Tage lang Gelegenheit
hatten zu Begegnung, Austausch und gegenseitigem Lernen mit dem Ziel,
Strategien für sozioökonomische Entwicklung
und Wachstum zu erarbeiten
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Fussballer
vor dem Anpfiff: das Fussballturnier
ist fester Bestandteil des Peace
and Harvest Fesitvals
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Eröffnung
des Fests mit Paramount Chief
Edna G. Fawundu (m.)
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Ausstellung
von landwirtschaftlichen Erzeugnissen
- zum 'Erntedank' teil des Fests
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Mädchen
bei einer Tanzvorführung
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Zwei
Jungen spielen in einem Theaterstück
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| Ausblick
für 2010 |
| Im Jahr 2010 wird es eine Fortsetzung
unseres Projekts zur Konsolidierung von
Frieden und Stabilität in Pujehun geben:
ein Schwerpunktthema wird darin die Stärkung
der gesellschaftlichen Position von Frauen
und Jugendlichen sein. |
Außerdem wird es ein
Projekt
zum Neubau einer größeren Bibliothek
in unmittelbarer Nachbarschaft zum bestehenden
CLMC Gebäude in Pujehun geben.
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